Extreme Schuhe weltweit – Unglaubliche Kreationen für den Fuß

Hoch, höher, Highheels: Beim Anblick mancher Schuhkreationen kann es dem Betrachter schnell schwindelig werden. Unfassbar hohe, extrem dünne oder gar komplett fehlende Absätze, ausgefallene Materialien und Muster – extreme Schuhe ziehen alle Blicke auf sich und scheinen manchmal nicht zum Laufen gedacht, sondern vielmehr als Kunstwerk erschaffen worden zu sein.

Extravagantes für die Füße

Keine andere Frau steckt ihre Füße in solch ausgefallene Schuhe wie Lady Gaga. Ganz ihrem Namen entsprechend, betritt sie rote Teppiche und Bühnen gerne in Highheels ohne Absatz und nimmt beim Laufen gerne männliche Hilfe in Anspruch. Plateausohlen mit einer Höhe von 15 Zentimetern Höhe und mehr, dafür kein Absatz: Das Tragen dieser extremen Schuhe ist ein Balanceakt.

Designer Noritaka Tatehana entwirft extreme Schuhe wie diese. Wer ebenso absatzlos wie Lady Gaga stöckeln möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen: Die Plateauschuhe des japanischen Designers kosten etwa 3.000 Euro.

Ebenso ausgefallen sind Highheels im Stil von Balletschuhen, wie sie für den Spitzentanz getragen werden. Wer sich traut, diese speziellen Schuhe anzuziehen, tänzelt auf einer Absatzhöhe von rund 20 Zentimetern – faszinierte Blicke sind garantiert, eine erhöhte Unfallgefahr allerdings auch.

Ein Schuh wie eine Skulptur

Ist es ein Schuh, oder ist es eine Skulptur? Diese Frage wirft der „Mojito-Schuh“ von Julian Hakes auf. Eigentlich entwirft Hakes Brücken – wie man auch an seinem Schuh erkennen kann, die das Ergebnis statischer Berechnungen zu sein scheinen. Aus einem Stück, an eine abgeschälte Orangenschale erinnernd, geschwungen und ohne feste Sohle wirken extreme Schuhe wie dieser zerbrechlich, dennoch tragen sie mühelos den Körper und können wie ein „normaler“ Schuh getragen werden.

Abenteuerliche Schuhkreationen aus früheren Zeiten

Schuhe in außergewöhnlichem Design sind nicht nur heute populär, auch früher schon trugen Frauen Kreationen, die nicht unbedingt durch ihren Tragekomfort punkten konnten. Japanische Geishas etwa trugen und tragen noch heute die traditionellen Pantoletten aus Holz, die Getas. Diese Schuhe erinnern an Flip-Flops: Auf einem hölzernen Fußbett ist wie bei den beliebten Strandschuhen ein Riemchen befestigt, das von den Zehen gehalten wird. Besonders ist jedoch die Sohle: Sie besteht aus zwei Holzklötzen, die je nach Modell flach aber auch recht hoch sein können. Aus dem Orient stammen die Schnabelschuhe, die im 14. und 15. Jahrhundert auch in Europa in Mode waren. Zunächst trugen Adlige extreme Schuhe dieser Art, später fanden sie aber auch bei den anderen Bevölkerungsständen Anklang: Je länger die Schuhspitze, umso größer war das Vermögen. Diese Schuhmode brachte auch den Ausdruck „auf großem Fuß leben“ hervor.

Extreme Schuhe sind also kein Phänomen unserer Zeit, sondern waren zu allen Zeiten besondere Hingucker. Und schon heute kann man gespannt sein, was sich Schuh-Designer in Zukunft für die Damenwelt überlegen werden.

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