Schuhe? Schuhe!

Als Co-Autor diese Blogs muss ich mich comitten: Ich habe mehr Schuhe im Schrank als meine Süßen und meine Kleinen zusammen ;o) Tja, denn es gibt einfach zu viel schöne Schuhe, und morgens macht es mir Spaß nicht nur Hemd, Hose etc. für den Tag, sondern eben auch die zu meiner Tagesform passenden Schuhe aus dem Schuhschrank zu fischen.

Am meisten sind das Sneaker, oder Sneaker ähnliche Treter sowie natürlich Turnschuhe.  Elegantes oder „Business-Schuhwerk“ brigt mein Schuhschrank eher weniger, zwangsläufig werden diese aber auch immer mehr. Wobei ich beruflich insgesamt wenig den Konventionen herkömmlicher Businessmode fröne, und daher auch wenig Bedarf habe dies mit einschlägige Schuhwerk zum Ausdruck zu bringen. Zwar gibt es in diesem Segement natürlich auch feines Schuhwerk welches meine Begehrlichkeiten anzusprechen weiß, Investitionen jenseits einer Preismarke von € 200.- waren aber bis dato eher rar. Und wenn aber auch zum überwiegenden Teil von Langfristigkeit geprägt (entsprechende Pflege vorausgesetzt) und relativierten somit schnell den Einstandspreis. Denn wie so oft zählt auch bei Schuhen schlicht und ergreifend die Qualität.

Wichtig ist mir bei Schuhen (und meinen Outfit generell), dass Mode/ Schuhe nicht der Marke huldigt, sondern mir und meinem Wohlgefallen. Sprich: Schuhwerk von Nike, Adidas oder Puma habe ich so gut wie nicht im Schrank, es sei denn es sind Modelle, welche sich in Ihrer „Markenbotschaft“ zurückzuhalten wissen (jaja, die 3 Streifen sind Markenbotschaft pur, ich weiß, ich kann es aber nicht leiden wenn es auch noch in großen Lettern drauf steht!). Einer meiner favourite Dealer/ Brands ist in diesem Zusammenhang Camper. Zwar erkennt man bei den meisten Modellen auch sofort aus welchem Hause sie sind, aber dass in einer Form die sie mich beruhigt tragen lässt.

Zudem habe ich Vans gerade für mich entdeckt, allerdings kaufe ich mir diese nur zu „Aktionen“, da mir der reguläre Preis nicht im rechten Verhältnis zu stehen scheint. Gefallen gefunden habe ich an diesen, weil diese doch sehr offensiv ermöglichen modische und/ oder kommunikative Akzente zu setzen. So dass Modell (wie die wohl heißen?) mit den eingestickten Totenköpfen drauf.

Ansonsten bin ich bei Schuhe i.d.R. ein Schnäppchenjäger, sprich reguläre Preise zahle ich so gut wie nie. Auch bekenne ich mich dazu Schuhe auf/ bei eBay zu kaufen. Allerdings entweder ladenfrisch oder ausgewiesen nicht bis wenigst getragen. Ja, im ersten Moment fand ich das auch nicht so heimelig, aber mittlerweile erfreue ich mich an diversen Schuhe, welche im Neuzustand halt einfach Preis und Leistung nicht in Relation stellen. Wenn ich aber für einen Schuh, welcher neu € 180.- kostet dann für rd. € 50.- erstehen kann finde ich dass mehr als realistisch. Allerdings ist eBay natürlich hot was Fälschungen anbelangt. Am Anfang meiner „eBay-Schuh-Karriere“ habe ich für knapp €30.- ein vermeintlich neues Paar Camel-Boots von einem Herrn lebend am Rande der polnischen Grenze erstanden. Diese erwiesen sich sehr schnell als billige Kopie, welche mir der Herr aber als solche nicht zurücknehmen wollte. Mit einem Hinweis dass ich die Originalität der Schuhe im stationären Handel überprüfen wollen würde, und bei Bestätigung meiner Annahme der nächste Weg die örtliche Polizeistation sein wird war der Deal schnell aufgelöst.

Dass eBay auf meine Hinweise hin nur mit einer Standardmail antwortete, sich ansonsten in keinster Weise für diesen Betrüger interessierte und dieser monatelang weiter Camper-Schuhe als Original anpries verwunderte mich mit meinen schlechten Erfahrungen mit eBay nicht.
Was mich aber schier schockierte: Da mich dieser „Verkäufer“ motivierte ihm sein Dasein als „Händler“ nicht leichter zu machen, schrieb ich die letzten 10 Käufer dieser Schuhe in seiner Historie an; das Ende vom Lied war, dass es 8 nicht interessierte, einer meinte man könne eh nix machen und einer sich für den Hinweis bedankte und die Schuhe ebenfalls zurückgeben wollte, da er auch über die schlechte Qualität der „Camel-Schuhe“ überrascht war. Naja… Gleichgültgkeit ist eine Tugend, zumindest für „fliegende Händerl“ ;o)

Also viel Spaß mit Geschichten rund um, in und am Schuh, ausnahmweise mal aus der Feder eines Mannes.


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