Die Skype-Gründer zeigen Interesse, den Voice over IP-Geschäftszweig von Ebay zurückzukaufen.
Allerdings ist diese Geschichte kein Angebot, bei dem Ebay unüberlegt zugreifen könne: wollen die ehemaligen Skype-Gründer doch weniger bezahlen, als den damaligen ursprünglichen Kaufpreis von Ebay. Der belief sich 2005 immerhin auf ca. 3,1 Mrd. Dollar. 2007 wurde der Skype-Wert von Ebay fast halbiert.
Dies hat aber nichts mit Skype selbst zu tun, denn bei fast 400 Mil. registrierten Usern, die ca. 10% der internationalen Gespräche verursachen, läuft der Bereich kostendeckend und profitabel.
Die Begründung liegt mehr darin, dass das Projekt Internet-Telefonie sich nicht in dem gewünschten Maß in das Online-Auktions-Haus einfügen lässt. Die geplanten live-Video-Versteigerungen kamen nicht zum laufen und stattdessen müssen sich immer mehr Leute aus dem Management von Ebay mit Skype beschäftigen. Obwohl sie bei dem sinkenden Auktionsbusiness und dem Bezahldienst PayPal besser gebraucht wären, schließlich machen die Konkurrenten Craigslist und Amazon, Ebay das leben schwer.
Das Potential von VoIP ist außerhalb des Auktionshauses wahrscheinlich wachstumsfähiger und dabei liegt wahrscheinlich auch die Begründung, warum die ehemaligen Gründer ein Angebot über 2 Mrd $ abgegeben haben.
edit.16.4.
Ebay-Chef John Donahoe seine Strategie für die ungeliebte Tochter bekanntgegeben: Skype soll im ersten Halbjahr 2010 an die Börse gehen… Skype kommt also nicht zurück zu den Gründern.
Ihre Meinung?