Wanderschuhe… welche?

Johanniskraut und Löwenzahn, summende Insekten, flatternde Schmetterlinge, rauschende Bäche, windende Wege, beruhigende Stille, nur das Zwitschern der Vögel – eine Idylle…
Deswegen hat sich das Wandern mittlerweile zum Volkssport entwickelt.
Ungefähr 2 Millionen Freunde von  “Schusters Rappen” sind aktiv in Wandervereine eingebunden, annähernd 37 Millionen Deutsche machen das jahrein/jahraus fast regelmäßig.

Darüber ist die Schuhindustrie natürlich auch hochbegeistert. Vor allem die Wanderschuhe sind zu einem großen Geschäft geworden.
Der Wanderfreund will natürlich gutbesohlt auf hakelige Wurzeln, glitschige und spitze Steine usw. vorbereitet sein.
Etwa 16 % des Volumens, des Outdoor-Business, Gesamt ca. 1.8 Mrd. €, entfallen auf Wanderschuhe – Tendenz steigend.
Das Outdoor-Business wuchs in den letzten Jahren um ca. 3% – die dazugehörigen Wanderschuhe zeigten aber eine Wachstumsrate von 9%.
Das verkehrte Schuhwerk zu benützen zeugt von Leichtsinnigkeit – deshalb schieben die Wander-Fans auch schon gern mal 300€ über den Ladentisch.
Dafür wird aber schließlich auch einiges abverlangt: keine Einheits-Treter, sondern anschmiegende Fuß-Schmeichler sind gefragt – wellness für die Füße.
Die klobigen, steifen Knobelbecher von damals haben ausgedient, auf einer Tour durch die Natur will man es bequem haben und keine Wanderroute zu einer Tortur machen.
Die heutigen Lederstiefel haben allerdings mit diesem Knobelbecher-Vergleich nichts mehr zu tun. Trotz alledem sind bei den Einsteigern vor allem diese als “*tech”  bezeichneten Materialien beliebt. Die Anzahl der Hersteller, die sich auf diesem Markt tummeln, wird immer unüberschaubarer.
Große Ladenketten wollen an dem boom mitverdienen, allerdings machen die Platzhirsche immer noch den Hauptumschlag aus – und Wanderer sind über Traditionen hinweg mit ihrer Marke verbunden.
Deswegen teilen sich die 3 größten Hersteller in diesem Segment auch schon seit Jahrzehnten den Markt unter sich: Meindl, Lowa und Hanwag.

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